Die Musik von The Hamburg Boogie Woogie Connection ist zuerst, aber nicht ausschließlich der BOOGIE WOOGIE! Dazu kommen noch der Blues, Barrelhouse-Piano, Ragtime, Jazz, Swing, Stride-Piano.

Zu all diesen Musikstilen kann man unglaublich viel erzählen, aber hier soll erstmal nur ein kurzer Überblick darüber gegeben werden, womit man es bei „The Hamburg Boogie Woogie Connection" zu tun hat.

Als erstes natürlich mit Boogie Woogie, der als Teil des Blues (eine der wichtigsten Wurzeln des Jazz) um 1910 bis 1920 im Süden der USA entstand. Er wird zumeist in einem schnellen, tanzbaren "eight to the bar"-Rhythmus (8 Schläge pro Takt) mit sich wiederholendem Basslauf gespielt und strahlt Lebensfreude pur aus.

Der direkte Vorläufer des Boogie Woogie ist das Barrelhouse-Piano, einer einfacheren Spielweise als der Boogie Woogie. Das Barrelhouse-Piano entstand wahrscheinlich gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den USA, als die Bluesmusiker anfingen, ihre Musik von der Gitarre auf das Piano zu übertragen. Das Barrelhouse-Piano gilt weiterhin als gegenläufige Entwicklung zum Ragtime, in welchem weit mehr europäische Einflüsse vorhanden sind.

Damit kommen wir zum Ragtime, der im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts im Süden der USA entstand, indem europäische Musik und schwarze Folklore zu etwas Neuem verschmolzen, zu einer synkopierten Musik, die kraftvoll und optimistisch ist.

Das Stride-Piano ist ein direkter Nachfahre des Ragtime. Allerdings ist das Stride-Piano eher ein improvisierter Stil, anders als der Ragtime. Er wurde vor dem 1. Weltkrieg in Harlem kreiert von Pionieren wie James P. Johnson und Willie „The Lion" Smith und wurde von Fats Waller zu einem wichtigen Element des Swing-Pianos weiterentwickelt.

Der Blues besitzt keine direkten europäischen oder afrikanischen Vorläufer, sondern entstand wohl um die Mitte des 19. Jahrhunderts in den Sklavenquartieren in den US-amerikanischen Südstaaten. Er ist die Wurzel eines Großteils der nordamerikanischen Musik, wie des Jazz, des Swing, Rock, Rock´n´Roll und Soul.

Zu guter Letzt der Jazz, der aus dem Blues und dem Ragtime hervorgegangen ist. Der Jazz entstand in den amerikanischen Städten, insbesondere New Orleans, Memphis, Kansas City, Dallas und St. Louis. Im Jazz mischten sich europäische und afrikanische Musikeinflüsse und verschmolzen zu einer ganz eigenen Musik, die bis heute eine enorme Vielfalt von Stilistiken hervorgebracht hat.

Alle diese Stile werden unter anderem auf dem Piano gespielt. Einige, wie der Ragtime und vor allem der Boogie Woogie, sind im Grunde genommen nur auf dem Klavier spielbar. Das Klavier verbreitete sich in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in den USA. Das Piano reiste mit der Eisenbahn in den Wilden Westen und nistete sich in jedem Saloon, jedem Bordell, Bar, Sporting House und Café ein. An diesen Pianos spielten sie den Boogie Woogie, Ragtime, Blues,Stride, Barrelhouse und Jazz solange die Instrumente durchhielten