Das Barrelhouse-Piano entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den USA. Damals hatten die Bluesmusiker angefangen, ihre Musik von der Gitarre auf das Piano zu übertragen. Der Name leitet sich daraus ab, dass diese Musik hauptsächlich in billigen Kneipen aufgeführt wurde, in welchen der Schnaps direkt aus den Fässern (Barrels) ausgeschenkt wurde – den Barrelhouses.

Barrelhouse-Piano ist stark Blues-beeinflusst, stärker als vom Ragtime, der mehr europäische Elemente enthält. Barrelhouse-Musik wirkt ursprünglicher, rauer und ungeschliffener als etwa der Ragtime. Eine der letzten Ikonen des Barrelhouse-Pianos, wie es in New Orleans schon vor 100 Jahren gespielt wurde, war Champion Jack Dupree, der einer der Stars bei der ersten Hamburg Boogie Woogie Connection in der Fabrik am 8.8.88 war.